Bruderschaft sucht Mieter

Für ihre Wohnung im Petershof 16 sucht die St. Lambertus Bruderschaft Leuth zum 01.08.2021 einen neuen Mieter. Die Wohnung befindet sich im Erdgeschoss und hat eine Größe von 69 m².

Interessenten mögen sich bitte mit Frau Linda Mannebach (Matthiesen – Immobilien) Tel. 02152 55277-29 oder E-Mail in Verbindung setzten.

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Newsletter der Schützenbruderschaft

Liebe Schützenbrüder,

mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen hat der Vorstand beschlossen, die für Freitag, 28.05.2021 geplante Generalversammlung in den Herbst zu verschieben. Informationen zu Ort, Zeit, dem ausgearbeiteten Hygienekonzept etc. werden wir frühzeitig bekanntgeben.

Zudem haben Pastor Schnitzer und der Pfarrreirat sich darauf verständig, die diesjährige Kevelaerwallfahrt abzusagen.

Die Gesundheit und unser Wohlergehen stehen an allererster Stelle und wiegen mehr als Tradition und Festlichkeit.

Mit bruderschaftlichem Gruß

 Der Vorstand

Der Sohn übertrifft den Vater

SERIE: STRASSENNAMEN UND IHRE GESCHICHTE

Der Sohn übertrifft den Vater

Die lange Bürgermeister-Ära von Heinrich und August Färvers in Hinsbeck und nur 25 Jahre Bürgermeister-Zeit in Leuth

VON MANFRED MEIS

HINSBECK/LEUTH Rund 45 Jahre lang kannten die Einwohner der gemeinsam verwalteten Gemeinden Hinsbeck und Leuth Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts nur einen Bürgermeister-Namen: Färvers. 1889/90 gab es einen nahtlosen Übergang von Heinrich Färvers auf den Sohn August, der schließlich doppelt so lange im Amt war, Hinsbecker Ehrenbürger und mit einer Straßenbezeichnung geehrt wurde. Während die Hinsbecker es bei einem Politiker beließen, würdigten die erst nach dem Zweiten Weltkrieg einigermaßen selbstständigen Leuther die Tätigkeit von zwei Bürgermeistern aus dieser Zeit, Franz Nelihsen und Paul Breuer, mit Straßennamen.

Einigen Wirbel verursachte 1873 die Ernennung von Peter Heinrich Färvers, wie der frühere Kreisarchivar Gerhard Rehm im „Hinsbeck“-Buch (1997) schildert. Den Zweiten Beigeordneten und Verwaltungssekretär hielt der Gelderner Landrat v. Eerde wegen seines Hauptberufs als Schankwirt für nicht unabhängig genug hielt. Auch Sohn August hörte 1889 ähnliche Vorwürfe. Er war zwar schon im Alter von 25 Jahren Nachfolger seines Vaters als Gemeindesekretär auf dem Rathaus geworden und wurde 1876 zum Ersten Beigeordneten ernannt, hatte aber auch noch ein Tuchgeschäft und das Postamt. Um seinen Kritikern entgegenzukommen, verkaufte er das Tuchgeschäft. Er war in Hinsbeck Mitgründer der Feuerwehr (1882) und des Verkehrs- und Verschlönerungsvereins (1907), an dessen Spitze er dann fast 20 Jahre lang stand. 1919 bat er wegen seiner angegriffenen Gesundheit um die Pensionierung, immerhin 73 Jahre alt. Seine Verdienste würdigte die Gemeinde, als sie ihn Ende 1926 zum Ehrenbürger ernannte; er starb Anfang September 1927 – kurz vor der Vollendung seines 80. Lebensjahres.

Straßenschild Franz-Nelihsen-Straße

Franz Nelihsen war am 1. März 1945 einer der wenigen Männer in Leuth, auf die die US-Army stieß, als sie von Kaldenkirchen her kampflos das zwangsevakuierte Dorf an der Provinzialstraße in Richtung Geldern einnahm. Der Landwirt und Chef der örtlichen Feuerwehr, geboren 1899, wurde zum Bürgermeister ernannt – und wurde von 1946 bis 1963 immer wieder gewählt, zunächst als Mann des Zentrums, dann der CDU. An „de Schöpp“, wie er von seinen Leuthern nur genannt wurde, kam niemand vorbei: seit 1920 Mitglied der Feuerwehr, davon 40 Jahre als Wehrleiter; 50 Jahre Vorsitzender der Spar- und Darlehnskasse; 25 Jahre Vorsitzender der Jagdgenossenschaft; Aufsichtsratsvorsitzender der Molkereigenossenschaft Hinsbeck, Mitglied im Beirat des Niersverbandes und Aufsichtsrat des Wasser- und Bodenverbandes Nette. Unerschrocken schützte er während des Krieges Niederländer vor deutschen NS-Behörden und knüpfte nach 1945 wieder die Kontakte zu den Nachbarn. Als Feuerwehrchef musste er 1955 mitansehen, dass sein Hof in der Ortsmitte an der Locht abbrannte – er baute ihn wieder auf im freien Feld am früheren Wasserturm (heute A 61-Zufahrt Kaldenkirchen). Als „Altbauer vom Schöppenhof“ verfolgte er nach seinem Rücktritt als Bürgermeister noch 30 Jahre lang das politische Geschehen, bis er im 95.Lebensjahr verstarb.

Sein Nachfolger wurde 1963 der technische Bundesbahnoberinspektor Paul Breuer, Leiter der Bahnmeisterei Kaldenkirchen, der 1959 in Leuth ein Eigenheim errichtet hatte und 1961 erstmals in den Gemeinderat gewählt worden war. Sein technisches Know-how kam auch der Verwaltung zugute, die damals kein eigenes technisches Amt hatte. Breuers Bürgermeisterzeit endete am 31. Dezember 1969 mit dem Beginn der Stadt Nettetal. Hier wurde er für die folgenden neun Jahre Ortsvorsteher für Leuth und einige Jahre Sprecher der CDU-Fraktion im Stadtrat. Sein größter Erfolg war die Durchsetzung des von der Gemeinde Leuth noch konzipierten Baugebietes „Leuth-Südlich der Kirche“, dass die Stadt Nettetal aus der Planung streichen wollte; es wurde zwar verkleinert, doch trug es dazu bei, dass die Kirche nun fast mitten im Dorf steht. Es hat fast 50 Jahre später ein Pendant westlich des Buscher Wegs erhalten, erschlossen durch die Paul-Breuer-Straße. Breuer starb am 20. Mai 1980 – gut zwei Wochen zuvor war er noch mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden.

August Färvers auch in Kaldenkirchen

Für knapp zwei Monate, vom 23. April bis 15. Juni 1945, hatte auch Kaldenkirchen einen August Färvers als kommissarischen Bürgermeister. Die Amerikaner versetzten ihn dann nach Kempen, wo er bis Ende 1945 als Bürgermeister und dann zwei Jahre als Stadtdirektor wirkte. Färvers ist ein Sohn des Hinsbecker Bürgermeisters August Färvers, 1885 geboren. Er war bis 1933 Amtsbürgermeister in Lechenich (heute Teil von Erftstadt), wurde von den Nazis in den Ruhestand versetzt und kam 1943 zur Kreisverwaltung Kempen-Krefeld. Er starb 1953 in Hinsbeck.

Ostergrüße des VVV

Liebe Leutherinnen, liebe Leuther,

die ersten Blumen rund um die Silberlinden am Petershof blühen schon – werten wir sie als ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft. Zwar waren die letzten Monate weiterhin von dem Bemühen geprägt, die Corona-Pandemie einzudämmen, doch sind wir noch immer nicht am Ziel. Und es wird wohl auch noch einige Monate mit argen Beschränkungen dauern, bis das Licht am Ende des Tunnels nicht nur als Punkt, sondern in seinem ganzen Umfang wahrgenommen werden kann.

Ostergrüße VVV 2021

Foto: Manfred Meis

Trotz des Stillstands im gesellschaftlichen Leben hat sich einiges getan. Die Pfarre St. Lambertus hat die Stufen zum Aufgang zur Kirche erneuert. Zwar waren die Arbeiten schon vor fast zwei Jahren in Auftrag gegeben worden, verriet der Kirchen-Finanzminister Gerd Dellen, doch erst jetzt wurde der Firma der begehrte Baryt-Stein aus der Eifel in der gewünschten Menge geliefert. Die Steine halten vermutlich bis ins nächste Jahrhundert. Einiges Geld hat die Pfarre auch in die Sanierung des Mauerwerks des Neyenhofs und der Kirchgasse gesteckt, so dass auch diese die nächsten Jahrzehnte überstehen dürften. Sie gehören schließlich zum Denkmalbereich der „Kircheninsel“.

Zu 99,9 Prozent abgeschlossen ist nun auch die Umgestaltung des Petershof-Südbereichs, denn kürzlich ist auch die Pergola über der Sitzecke gebaut worden. Das eine fehlende 0,1 Prozent bezieht sich auf die noch fehlenden Pflanzen, die sich demnächst an den Pergola-Streben emporranken werden. Und wir vom VVV hoffen, dass von ihnen viel am 12. September zu sehen sein wird. Denn dann ist Internationaler Denkmaltag – und in Nettetal soll dazu eine Rundfahrt zu den „Kerle“-Denkmalen angeboten werden.

„Kerle“ – wie bitte? Na ja, einer von den Stadtmarketing-Leuten hat unter diesem Begriff den Kiependreäger in Breyell, den Jüüten in Hinsbeck, den Zigarrenmacher in Kaldenkirchen, den Wenkbüll in Lobberich und den Gerber in Schaag zusammengefasst, Es fehlt nur der „Löther Rieser“ in Leuth. Also abseits stehen? Keineswegs, wir Leuther erwarten unsere Gäste mit einem Pappkameraden (Spenden zur Metallurgisierung willkommen) und informieren am Petershof über unseren geplanten „Kerl“ und das schöne Leuth. Das sind erste Gedanken, die noch konkretisiert werden müssen. Weitere Vorschläge sind willkommen.

Den Finger gehoben hat der VVV auch bei einer Rundfrage der Biologischen Station Krickenbecker Seen, die Koordinatorin ist für eine im September stattfindende Veranstaltungsreihe „Stadt-Land-Fluss“, welche der Landschaftsverband Rheinland (LVR) reihum veranstaltet. Dabei soll eine Region – hier der Bereich des Naturparks Schwalm-Nette – mit ihren Besonderheiten vorgestellt werden. Der VVV hat Führungen in unserer Pfarrkirche St.Lambertus angemeldet, weil diese hinsichtlich ihrer künstlerischen Ausgestaltung eine besondere Rolle unter „Dorfkirchen“ einnimmt. Wir können dabei auch auf Schriften unseres Mitbürgers Prof. Dr. Klaus Niehr verweisen.

Trotz Corona wird im Hintergrund an Projekten für die nächsten Monate gearbeitet. Das gilt auch für die DJK Sportfreunde Leuth, deren Feier zum100-jährigen Bestehen im August 2020 ausgefallen ist, für das Pfarrorchester St. Lambertus, das Sommer- und Adventskonzerte absagen musste, und die St. Lambertus-Schützenbruderschaft, die gerne Ende September einen König für das Schützenfest 2022 ermitteln möchte. Aber: Wir müssen abwarten,wie Corona uns in unserem Tatendrang noch weiter fesselt. Wir erleben schließlich eine Zeit, die mit Seuchenzügen aus dem Mittelalter (Pest und Cholera) vergleichbar ist, allerdings gemildert wird durch die Erkenntnise der Medizin seither.

Schaukasten VVV 2021

Foto: Manfred Meis

Der VVV wünscht Ihnen ein frohes Osterfest. Lenken Sie Ihre Schritte beim Osterspaziergang auch mal über den Petershof: Der Infokasten ist neu gestaltet. Zu sehen ist auch ein Faltblatt mit Erläuterungen zu Leuther Straßenbezeichnungen, das zum Jahresende 2020 erschienen ist, wegen Corona aber bis jetzt nur wenig verteilt werden konnte.

Herzliche Grüße

Manfred Meis, VVV-Vorsitzender

Herbert Klopottek verstorben

Am Samstag, 23.01.2021 ist Herbert Klopottek im Alter von 84 Jahren verstorben. Er war Gründungsmitglied des Pfarrorchester St. Lambertus Leuth und auch maßgeblich an dessen Gründung 1980 beteiligt. Außerdem war er über 39 Jahre Mitglied der St. Lambertus Schützenbruderschaft. Neben dem Pfarrorchester und den Schützen war die Malerei eines seiner Hobbys. Im vergangenen Jahr malte er zu Nettetals 50-jährigem Bestehen eine sechsteilige Bilderserie mit Motiven aus den Ortsteilen, sowie schon im Jahr 2013 ein Nettetal Poster. Wer sich eins von Herberts Werken sichern möchte, kann diese beim Bürgerservice der Stadt Nettetal bestellen. https://www.nettetal.de/de/kultur/nettetal-artikel/

Leuth im Aquarell von Herbert Klopottek

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