Feuerwehr Nettetal: Wehrleitung mit Leuther Unterstützung

Bürgermeister Küsters verabschiedete den stellvertretenden Leiter der Feuerwehr, Herrn Stadtbrandinspektor Heinz Willi Lehnen, dessen Amtszeit mit Ablauf des 31.03.2021 endete.

Als neue stellvertretende Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Nettetal begrüßte er Dennis Feldges aus Breyell und Stadtbrandinspektor Jochen Meiners aus Leuth, die für sechs Jahre als stellvertretende Leiter der Feuerwehr durch den Stadtrat bestellt wurden.

v.l. Juliana Schönges, Fachbereichsleiterin Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Dennis Feldges, Jochen Meiners, Bürgermeister Christian Küsters, Jörn Pachel, Sachgebietsleiter Feuerschutz und Rettungsdienst. Foto: Stadt Nettetal

Feuerwehr nimmt Waldstreife auf

Das außergewöhnliche milde und trockene Wetter in den letzten Wochen ließ die Waldbrandgefahr auf ein Niveau hochschnellen, welches man in der Region des Niederrheins meist nur aus dem Hochsommer kennt.

Dies veranlasst die Feuerwehr Nettetal, an Sonn- und Feiertagen den Waldbrandstreifendienst aufzunehmen.

Das Augenmerk liegt hier in den Stadtteilen Hinsbeck, Leuth und Kaldenkirchen. Insbesondere werden die Gebiete der Hinsbecker Schweiz, Venloer Heide und rund um die Krickenbecker Seen als auch der Grenzwald kontrolliert.

Bis auf Widerruf werden die Streifendienste durchgeführt. Hierbei steht der vorbeugende Brandschutz klar im Vordergrund, Ausflügler auf mögliche Fehlverhalten und deren Auswirkung hinzuweisen.

Hierzu verweisen wir auf nachfolgende Verhaltensregeln:

  • Beachten Sie das absolute Verbot für offenes Feuer in Wäldern; dies gilt auch für Grillfeuer.
  • Ebenso ist es verboten, in den Wäldern zu rauchen.
  • Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Autofenster, Böschungsbrände können schnell an Autobahnen entstehen.
  • Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze beim Ausflug in die Natur. Grasflächen können sich durch heiße Katalysatoren entzünden.
  • Lassen Sie keinen Regenerationsmodus (Dieselpartikelfilter) auf Grasflächen durchführen!
  • Werfen Sie in Wald und Flur keine Flaschen achtlos weg, es könnte zum Brennglaseffekt kommen.
  • Halten Sie die Zufahrten zu Wäldern, Mooren und Heideflächen frei – sie sind wichtige Rettungswege. Beachten Sie unbedingt Park- und Halteverbote.
  • In einigen Gebieten ist der Zugang zu Waldgebieten untersagt – bitte folgen Sie diesem Verbot.
  • Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über Notruf 112
  • Verhindern Sie Entstehungsbrände, unternehmen Sie Löschversuche, wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen, und rufen Sie in jedem Fall die Feuerwehr zur Nachkontrolle.

Flächenbrand im Wald

Am Ostersonntag gegen 17:43Uhr meldete eine aufmerksame Spaziergängerin eine unklare Rauchentwicklung im Bereich TOR 9.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich heraus, das ca 400m² Unterholz in Flammen standen. Zur Unterstützung der Wasserversorgung der Leuther Kameraden wurde das TLF 4000 aus Breyell zur Einsatzstelle nachalarmiert.

Der Brand konnte mit drei C-Rohren unter Kontrolle gebracht werden.

Person hinter Tür

Gegen 06:16 Uhr wurden der Löschzug Leuth und der Rettungsdienst zu einem Einsatz, mit dem Stichwort „Person hinter verschlossener Tür“, alarmiert. Besorgte Angehörige haben den Notruf gewählt, weil sie zu ihrem Bekannten keinen Kontakt mehr herstellen konnten. Beim Eintreffen klopften die Einsatzkräfte an Fenster und Türen. Schnell stellte sich heraus, dass die vermeintlich erkrankte/verletzte Person am Tisch eingeschlafen war und es sich dabei nicht um einen Notfall handle.

Feldbrand in Tegelen

Am Nachmittag des 18. Juli 2018 kam es vermutlich durch einen technischen Defekt an einer Landmaschine zu einem Feuer auf einem Getreidefeld in der Nähe der Trappistenabtei Ulingsheide in Tegelen. Da die enorme Rauchsäule schon von Weitem zu sehen war, gingen viele Kaldenkirchener davon aus, dass der Grenzwald brennen würde.

So wurden die Löschzüge Breyell, Hinsbeck, Kaldenkrichen, Leuth, der Wehrführer Nettetal und der Kreisbrandmeister des Kreises Viersen alarmiert. Schnell stellte sich heraus, dass sich die Einsatzstelle in Tegelen befand. So fuhren die Einsatzkräfte über die Grenze und unterstützen ihre niederländischen Kameraden. Nach gut 90 Minuten konnten die deutschen Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen.

Waldbrandgefahr auch in Nettetal

So schön die sommerlichen Temperaturen auch sein mögen: Auch in Nettetal steigt in diesen Tagen die Gefahr von Waldbränden massiv an. Bürgerinnen und Bürger werden deshalb gebeten, sich mit der nötigen Vorsicht in Wälder oder auf ausgetrocknete Wiesen- oder Rasenflächen zu begeben. Offenes Feuer oder Grillen sind deshalb strengstens untersagt. Generell gilt laut Landesforstgesetz NRW in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober ein Rauchverbot im Wald. Bereits seit einigen Tagen fährt die Feuerwehr Waldstreife und spricht Spaziergänger präventiv auf die Gefahren an. Auch im heimischen Garten oder auf dem Balkon gilt besondere Aufmerksamkeit beim Verwenden von offenem Feuer. Wie schnell sich ein Feuer bei Trockenheit ausbreitet, erlebte die Freiwillige Feuerwehr heute in Hinsbeck-Hombergen. Hier brannten in den Mittagsstunden Rundballen auf einem Stoppelfeld in der Nähe einer Mischwaldfläche. Die Freiwillige Feuerwehr Nettetal war mit etwa zehn Fahrzeugen und rund 40 Wehrleuten vor Ort, unterstützt wurden sie durch Einsatzkräfte aus Straelen.

Verkehrsunfall

Am Sonntag gegen 18.00 Uhr befuhr ein 68jähriger PKW-Führer aus Geldern in Nettetal-Leuth die Geldrische Straße (B 221) aus Richtung Kaldenkirchen kommend in Richtung Geldern. In Höhe der Einmündung B 221/ Heerstraße bemerkte er zu spät, dass vor ihm ein 52jähriger PKW-Führer aus Venlo nach links in die Heerstraße abbiegen wollte, jedoch verkehrsbedingt anhalten musste. Der Gelderner fuhr trotz Vollbremsung auf das stehende Fahrzeug auf und schob den PKW auf die Gegenfahrbahn. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, lenkte ein entgegenkommender 38jähriger PKW-Führer aus Wachtendonk sein Fahrzeug nach rechts und touchierte ein Leitpfosten. Durch den Aufprall wurden der Gelderner und der Venloer leicht verletzt. Die drei Insassen des Niederländers, 78, 29 und 75 Jahre alt und alle aus Venlo kommend, wurden ebenfalls leicht verletzt. Alle Personen konnten nach ambulanter Behandlung die Krankenhäuser verlassen. Für die Zeit der Unfallaufnahme wurde die B 221 voll gesperrt.

Foto: Günter Jungmann

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