LEADER-Förderprojekt: Leuth erhält eigene Symbolfiguren und wird Teil einer neuen Nettetaler Erlebnisroute

Leuth erhält als letzter der sechs Nettetaler Stadtteile eigene Symbolfiguren und schließt damit eine Lücke in der Reihe der stadtteilprägenden Identifikationsfiguren. Bereits seit mehreren Jahren beschäftigt sich der Verein gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern mit der Frage, welche Figur die Geschichte und Besonderheiten Leuths am besten widerspiegelt. Für die künstlerische Umsetzung konnte die Künstlerin Leila Rudzki gewonnen werden, die die Figuren „Torfstecher“, „Bauer“ und „Besenbinderin“ als moderne und zugleich heimatverbundene Cortenstahl-Skulpturen gestaltet hat und durch das lokal ansässige Unternehmen Saage Treppenbau GmbH gefertigt wurden.

Foto: Treppenbau Saage

Die Figuren stehen stellvertretend für die traditionelle Arbeits- und Lebenswelt des Ortes und die enge Verbindung der Menschen mit der Landschaft aus Seen, Feldern und Heideflächen. „Wir freuen uns sehr, dass dieses Projekt realisiert werden konnte. Die Figuren bereichern unser Ortsbild und erinnern an lokale Traditionen. Besonders wichtig war uns, dass die Idee gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern entwickelt wurde.“, erklärt Karl-Heinz Heydhausen, Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Leuth.

Das Projekt geht jedoch weit über die Errichtung der Figuren hinaus. Gemeinsam mit der Stadt Nettetal ist eine thematische Radroute entstanden, die alle sechs Nettetaler Symbolfiguren miteinander verbindet. Neben den Leuther Figuren zählen der Kiependraeger in Breyell, der Jüüt in Hinsbeck, der Zigarrenmacher in Kaldenkirchen, der Wenkbüll in Lobberich und der Gerber in Schaag dazu. Entlang der Route informieren Tafeln über die Geschichte und Besonderheiten der jeweiligen Stadtteile. QR-Codes ermöglichen den Zugang zu weiterführenden Inhalten wie historischen Bildern, Geschichten oder Audiobeiträgen.

„Dieses Projekt verbindet auf vorbildliche Weise Heimatpflege, Bürgerengagement und Tourismusförderung. Die neue Route macht die Vielfalt unserer Stadtteile erlebbar und stärkt zugleich das Gemeinschaftsgefühl in ganz Nettetal. Deshalb unterstützen wir das Vorhaben sehr gerne als Partner des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Leuth“, betont Bürgermeister Christian Küsters.

Mit der Verknüpfung von Kultur, Heimatgeschichte und Naherholung soll ein neues touristisches Angebot entstehen, das sowohl die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Stadtteil stärkt als auch Gästen einen lebendigen Zugang zur Geschichte Nettetals eröffnet.

Der offizielle Projektauftakt findet am Sonntag, 28. Juni ab 12.30 Uhr auf dem Petershof in Nettetal-Leuth statt. Geplant ist eine öffentliche Enthüllung der drei Figuren mit festlichen Klängen, Gruß- und Festreden durch Bürgermeister Christian Küsters, Ortsvorsteher Wilhelm Ridder, Vertretern der Region, der Künstlerin Leila Rudzki sowie weiteren Projektbeteiligten und Förderern. Kindergarten und Grundschule sorgen für ein abwechslungsreiches Programm. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Das ausführliche Programm kann auf www.nettetal.de oder auf www.leuth.de eingesehen werden.

Möglich wird dieses Projekt dank der LEADER-Förderung der EU und des Landes NRW zur Entwicklung des ländlichen Raumes durch die LEADER-Region „Leistende Landschaft e.V.“, das der Verkehrs- und Verschönerungsverein Leuth gemeinsam mit der Stadt Nettetal auf den Weg gebracht hat. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Leuth sieht darin eine große Chance, Heimatgeschichte sichtbar zu machen und die Zusammenarbeit zwischen den Nettetaler Stadtteilen weiter auszubauen. So entsteht ein nachhaltiges Projekt, das Identität, Kultur und sanften Tourismus miteinander verbindet. Das ist ganz im Sinne von Ute Neu, Geschäftsführerin der LEADER Region Leila: „Unsere Region lebt von den vielen kreativen Ideen der Menschen vor Ort. Gemeinsam gestalten sie Wandel, stärken die Gemeinschaft und machen die Region zukunftsfähig und lebenswert.“